Die Familie heute

 

Die Familie hat die Zeit des 2. Weltkriegs und seine Folge mit großen personellen und materiellen Verlusten durchstanden. Den personellen Opfern ist die Gedenkbroschüre „Leben, die sich der Zweite Weltkrieg nahm“ gewidmet. Zu den materiellen Verlusten zählen neben einzelnem Haus- und Grundbesitz das Gut Bischheim in Sachsen und die Forstbaumschulen Sophienhof im Kreis Regenwalde/Pommern.

Mit dem Mauerbau zwischen Ost- und West-Berlin und der verschärften Grenzziehung durch Deutschland wurde auch die Familie gespalten. Die in der sowjetisch besetzten Zone bzw. der späteren DDR verbliebenen Angehörigen hatten in den folgenden Jahren weder materiell noch politisch eine Möglichkeit,  sich gesamtfamiliär zu organisieren. Doch der Kontakt zwischen Ost und West ist dank der Initiative einzelner über die 40 Jahre der Teilung hinweg nicht abgerissen. – In den westlichen Besatzungszonen bzw. der späteren Bundesrepublik hingegen formierten sich die dort Wohnenden langsam wieder und ließen den Gedanken eines engeren Familienzusammenhalts neu aufleben. 1957 fand dann unter dem Senior Rudolf XX der erste Nachkriegs-Familientag in Niederbreisig statt.  Nach Fortfall der Grenze traten dann 1989/90 auch die Familienmitglieder aus der früheren DDR dem Verband bei. 

Der Familienverband wird heute als eingetragener Verein geführt, eingetragen in das Vereinsregister von Neustadt/Weinstraße. Er unterscheidet zwischen ordentlicher und fördernder Mitgliedschaft. In der Familienversammlung, dem Beschlussorgan, haben die Fördermitglieder ein eingeschränktes Stimmrecht. Der dreiköpfige Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden (Senior), dem 1. sowie dem 2. Beisitzer; Letztgenannter übt die Funktion des Schatzmeisters aus. Dem Vorstand ist ein sachkundiges Mitglied für Fragen der Familiengeschichte beigeordnet.

Zum Zweck des Verbandes sagt die Satzung

Zweck des Familienverbandes ist es

-          den Zusammenhalt und das Ansehen der Familie von Bünau zu fördern und die Familie nach außen zu vertreten,

-          die Familienjugend und hilfsbedürftige Familienangehörige zu unterstützen,

-          die Familientradition und die Familiengeschichte zu pflegen und fortzuführen.

Hierzu findet seit Anfang der 1960er Jahre alle 2 Jahre der Familientag statt.

Nicht alle Familienangehörigen sind auch Mitglied des Verbandes. Er hat heute (Stand September 2009)

                                               62       ordentliche Mitglieder

                                               15       fördernde Mitglieder

                                               13       Jugendliche und Kinder

Damit erfasst er ca. 80 v. H. aller Familienmitglieder.

Die Familie verfügt über ein Archiv, das sich seit 1958 unter Wahrung des Eigentums der Familie zur Archivierung und Nutzbarmachung im Hauptstaatsarchiv Dresden befindet.